KDStV Bodensee im CV zu Konstanz - Die Studentenverbindung

Unsere Geschichte

Acht Jahre, nachdem die Universität Konstanz 1966 den Lehrbetrieb aufgenommen hatte, wurde an dieser Hochschule die erste akademische Verbindung gegründet. Der Gauverband Hochrhein-Schwarzwald und der Ortszirkel Konstanz hoben nach der Billigung durch die C.V. in Fulda 1974 die KDStV Bodensee aus der Taufe. Die Bodensee hat im Juni 1974 mit vier Rezeptionen begonnen, etwa 80 Alte Herren, vor allem aus dem beteiligten Gauverband aber auch aus Oberschwaben und anderen Teilen Deutschlands, waren Gründer und Mäzene. Zur Zeit der Gründung waren die Auswirkungen des Jahres 1968 mit den Studentenunruhen noch spürbar. Vieles von dem, was den CV ausmacht, war in Frage gestellt, wurde überdacht und musste neu begründet werden. Diese geistige Auseinandersetzung hat die ersten Jahre der KDStV Bodensee stark geprägt und auch belastet: Die Frage der Aufnahme von Protestanten, die Wichs, die Fahne, das Fuxenband. Heute können die Diskussionen als abgeschlossen angesehen werden. Die KDStV Bodensee präsentiert sich klar als zwar kleine , in jedem Sinne aber gute CV-Verbindung. Sie arbeitet eng mit der katholischen Studentengemeinde zusammen und stellt ein Mitglied im großen Senat der Universität.“

bis 1. Februar 1974: Der Ortszirkel Konstanz unter der Leitung von AH Winfrid Müller fasst in Anwesenheit des Vorsitzenden des Gauverbands „Hochrhein-Schwarzwald“, AH Dr. Hugo Simon, und von AH Rolf Wick den Beschluss, auf der Cartellversammlung den Antrag auf Gründung der KStV Reichenau zu stellen. Farben: rot-silberweiß auf blauem Grund, blaues Hinterhauptcouleur. Wahlspruch: „Verantwortung in Freiheit“. Die Farben sind denen der Reichenau nachempfunden.

19. Februar 1974: Es wird ein Gründungsausschuss des Ortszirkels und des Gauverbandes ins Leben gerufen, in dem alle zum Gauverband gehörenden Zirkel vertreten sind.

12. März 1974: Da die interessierten Studenten Kritik am Namen der Verbindung üben - man werde mit dem Psychatrischen-Landeskrankenhaus Reichenau in Verbindung gebracht oder als Gemüselobby bezeichnet - beschließt der Ortszirkel auf Vorschlag des Gründungsausschusses den Namen in „Bodensee“ zu ändern. In der folgenden Zeit werden Rundschreiben an alle Mitglieder des Gauverbandes und darüber hinaus verschickt, mit der Bitte, dem Altherrenverband beizutreten und eine Spende zu leisten. Das Echo nimmt zu, nachdem auch die gedruckten Einladungen versandt sind.

25. Mai 1974: Die 88. Cartellversammlung in Fulda genehmigt die Gründung und den Wahlspruch einstimmig. Die Mehrheit macht jedoch zur Auflage, das Wort „Deutsche“ in die Kennzeichnung der Verbindung aufzunehmen (KDStV statt KStV). Gegen die Farben werden einige Stimmen abgegeben.

8. Juni 1974: Die AH2 Dr. Hugo Simon für den Gauverband Hochrhein-Schwarzwald und Dr. Franz Stetter für den Ortszirkel Konstanz laden zur feierlichen Gründung der KDStV Bodensee ins Konzil ein. Dort wird auf dem Gründungskonvent folgender Beschluss gefasst: „Die am 8. Juni im Konzilsgebäude versammelten Cartellbrüder beschließen auf der Grundlage des entsprechenden Beschlusses der 88. Cartellversammlung in Fulda hiermit die Gründung der Katholischen Deutschen Studentenverbindung Bodensee und ihres Altherrenverbandes.“ Es waren 43 Cartellbrüder anwesend. Die Liste der Gründungsmitglieder wurde bis 1. Juli offengehalten. Am Abend fand der Publikationskommers statt, an dem 16 Verbindungen chargiert haben; darunter: Hercynia Freiburg mit Cbr. Stephan Pförtner, Mitglied des CV-Rats, als Präsidium; Winfridia Breslau zu Münster, der Vorort; Leopoldina Innsbruck, der Vorort des ÖCV; Turicia Zürich, das Präsidium des Schweizerischen Studentenvereins, mit Jakob Lehner. Die Publikation nahm der 2. stellvertretende Vorortpräsident, Ortwin Ruland (Wf), vor, der auch zwei Studenten (K. König und H. Siebig) rezipierte, zwei als Burschen (H. Aab und P. Kalusche) aufnahm und an zwei Cartellbrüder (R. Benz und W. Sigg) das Band verlieh. Die Festrede hielt Professor Dr. Alfons Fleischmann (Ae), Mitglied des CV-Rats und Rektor der Gesamthochschule Eichstätt. Außer den 48 Chargierten nahmen etwa 150 Cartellbrüder und Damen teil. Zwischen Convent und Kommers feierte Bbr. Kirchgäßner (Tt) das heilige Messopfer im Kapitelsaal des Münsters. Bbr. Denzel spielte die Orgel 1. Die ersten Chargen:

Aktivitas

                                Alte Herren

x

FM, xx

xxx

xxxx

Hubert Aab

Peter Kalusche

Dr. Roland Benz

Karl König

x

xx

xxx

xxxx

Winfrid Müller

Hubert Baiker

Hubert Henning

Werner Lübke

1974: Schon kurz nach der Publikation der KDStV Bodensee stand der junge Bund vor der Frage, wie und in welcher Form er die Problematik der Aufnahme von nicht-katholischen Interessierten anfassen solle. Schon der Gründungsausschuss hatte auf solche Interessierte hingewiesen, weshalb die Zusage erfolgte, eine Möglichkeit zu suchen, zwei zum Freundeskreis der Gründungsaktiven gehörenden Evangelische in die Verbindung zu integrieren. Auf dem ersten Convent wurde daher die folgende Regelung mit 7:6 Stimmen verabschiedet:Der Convent fasst vorbehaltlich einer den endgültigen Status regelnden Satzung und Geschäftsordnung folgenden Beschluss:

  1. Die Herren Guzatis und Pröbstl können als Gastmitglieder in die KDStV Bodensee aufgenommen werden.

  1. Weitere nicht-katholische Studenten werden mit Rücksicht auf den katholischen Charakter der Verbindung weder als ordentliche noch als außerordentliche oder als Gastmitglieder aufgenommen.

  2. Die beiden Gastmitglieder haben die Rechte und Pflichten der ordentlichen Mitglieder mit folgenden Ausnahmen:

  1. Sie haben kein Stimmrecht bei Satzungsbeschlüssen und bei Beschlüssen über die Mitgliedschaft.

  2. Sie haben kein passives Wahlrecht zu den Ämtern des Seniors und des Fuxmajors.“

Die Gegenstimmen wurden mit der Tendenz abgegeben, die Möglichkeit für die Aufnahme weiterer Gastmitglieder zu schaffen2.

1974 – 76: Auch in anderer Hinsicht hatte die Bodensee ihre Probleme mit CV-üblichen Formen. Das Verständnis der Verbindung war in den ersten Jahren geprägt von dem Wunsch, an einer „Reformuniversität“ eine „Reformverbindung“ zu bilden. Ausdruck war hier beispielsweise das Fehlen von Fuxenbändern, da dies als überkommene hierarchische Unterstellung gesehen wurde. Der Konsens bezüglich der Formen war schmal, so waren kontroverse Diskussionen über die Notwendigkeit von Wichs, Fahne u.ä. an der Tagesordnung. Das Fehlen nach außen sichtbarer Zeichen führte zu Kritik von anderen CV-Verbindungen. Durch fehlenden Bekennermut in der Öffentlichkeit, der sich z.B. darin zeigte, dass an der Universität keine Farben getragen wurden und keine Stände, Flugblätter sowie Univeranstaltungen organisiert wurden, waren Nachwuchsprobleme an der Tagesordnung. Dies führte bei den Rezeptionen zu Füxen, die Probleme hatten, die Prinzipien des CV zu leben. Auch die zu frühe Wahl von Füxen in hohe Chargen führte zu Verschleiß, Frusterlebnissen und zu damit verbundenen Austritten.

1975: Der CC des Stiftungsfestes akzeptierte die Farbenstrophe: „Über silberweiße Gipfel seht die Morgensonne ziehn. In des blauen Sees Wogen spiegelt sich ihr rotes Glühn. Die Natur malt meine Farben, schön‘re nirgendwo ich seh, offen stets will ich sie tragen als Student vom Bodensee.“ 3

1976: Der Verbindungsraum im Taborweg 32 wurde uns im Frühjahr 1976 von AH Norbert Schäffauer zur Verfügung gestellt, der zu diesem Zeitpunkt Pfarrer in St. Suso wurde. Der Raum wurde mit Hilfe von Spenden und unter persönlichem Einsatz der Bundesbrüder ausgebaut. So wurde z.B. die Bar durch eine großzügige Spende von AH Hubert Hennig eingerichtet – daher der Name „Hubertus-Bar“. Der ehemalige Pfarrsaal der Pfarrei St. Suso im Keller des Pfarrhauses diente der Verbindung über 20 Jahre hinweg als Heimstatt, bis 1996 das Haus im Sonnentauweg 1 erworben werden konnte. Ebenfalls im Jahr 1976 wurde der Heimverein Bodensee e.V. gegründet, in dem alle Urphilister mit der Philistrierung Mitglied werden. Im Jahre 1976 begann auch das gespannte Verhältnis zum CV, da in der damaligen Bodensee-Satzung ein Gastmitgliedstatus enthalten war, der die Aufnahme von Nicht-Katholiken ermöglichte. Die Diskussionen um das Verhalten gegenüber dem CV in dieser Frage und den Erhalt bzw. die Abschaffung dieser Regelung kosteten viel Kraft, Zeit und leider auch den Austritt einiger Bundesbrüder. Ebenfalls 1976 wurde der erste Satz Wichsen beschafft, und die Bodensee konnte sich in adäquater Form im Cartell repräsentieren.

1977: Auf die Aufforderung des CV, alle Nicht-Katholiken zu entlassen, stellt die Bodensee zur Cartellversammlung den Antrag, ihre Gastmitglieder-Regelung in das CV-Recht aufzunehmen. Nachdem alle Anträge in dieser Richtung abgelehnt werden, beauftragt die C.V. den CV-Rechtspfleger, eine Klage auf Ausschluss der Bodensee und aller Verbindungen einzureichen, die Protestanten aufgenommen haben und überlegt die Verbindungen bis zur Entscheidung zu suspendieren4. In einem Brief an den CV-Rat gibt die Bodensee die geforderte Erklärung, von nun an nur noch Katholiken aufzunehmen, weigert sich aber die Namen der evangelischen Bundesbrüder mitzuteilen, damit diese nicht von CV- Seite ausgeschlossen werden können Im Sommer findet die erste Hegauwanderung mit AH Theopont Diez statt. Zwischen der KDStV Bodensee und dem Ortszirkel in Singen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die bis heute anhält. Die Hegauwanderungen fanden bis zum Tode von AH Diez jährlich statt und finden ihre Fortsetzung in den Waldkneipen bei AH Bauer.

1979: Nochmalige Verpflichtung durch die C.V., nur Katholiken aufzunehmen.

1980: Die Bodensee beginnt, Spenden für die Prunkfahne zu akquirieren. Die Verbindung kann für die Darstellung nach außen erstmals auf ein Schwarzes Brett an der Universität zurückgreifen. Im Wintersemester wirbt die KDStV Bodensee mit einer Anzeige im Südkurier für freie Studentenzimmer. Als sich mehrere Wohnungsbesitzer daraufhin melden und das Studentenwerk, das von der Bodensee die Adressen bekommt, nicht reagiert, beginnt die Verbindung, eine eigene Zimmervermittlung auf die Beine zu stellen. Die erfolgreiche Aktion wird in den kommenden Semestern wiederholt.

1981: Der ausscheidende Phil-x Winfrid Müller (Fd, Va, Bs, Elb) erhält am Stiftungsfestkommers das erste Ehrenband der Bodensee. Sein Nachfolger im Amt wurde Bbr. AH Josef Nauerz (Sch, Bs). AH² mussten aufgrund Mitgliedermangels Aktiven-Chargen übernehmen. Bis 1986 Durststrecke bei der Mitgliederzahl wegen zu schwachen Keilerfolgs. Die KDStV Bodensee präsentiert sich und den CV auf der Internationalen Bodensee Messe (IBO) in Friedrichshafen mit einem eigenen Stand.

1983: Zur Verdeutlichung der prekären Lage der Bodensee hier die damalige Aktivitas: kein Fux, ein aktiver Bursche, vier inaktive am Ort und 20 inaktive außerhalb5.

1983: Der AStA der Universität möchte das Farbentragen für Verbindungen verbieten lassen. Die Universität hatte angedeutet, dass sie sich der Entscheidung der Studenten nicht verschließen würde. Durch das engagierte, kreative Auftreten des Seniors der Bodensee, Stephan Schulte, auf der darüber abstimmenden VV kann dies aber verhindert werden. Im SS 1983 beschließt der CC die Einführung der Fuxenfarben „rot-silberweiß“.

1984: Nach drei Jahren des Umbruchs wird Phil-x Josef Nauerz auf eigenen Wunsch zum Stiftungsfest von seinem Vorgänger Bbr. AH Winfrid Müller im Amte abgelöst. AH Nauerz erhielt für seine Verdienste das zweite Ehrenband der Verbindung.

1984: Auf dem Kommers zum 10. Stiftungsfest, der von Senior Guido Luft geschlagen wird, bekommt die Aktivitas die neue Prunkfahne überreicht, die anschließend von AH Schäffauer geweiht wird.

1985: Durch den neuen Studentenpfarrer Trennert-Helwig entwickelt sich für zwei Jahre eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Katholischen Universitätsgemeinde (KUG).

1986: Der CV-Rechtspfleger teilt mit, dass der CV-Rat den Antrag auf Ausschluss der KDStV Bodensee aus dem CV, den dieser vor Jahren gestellt hatte, zurückgezogen hat. Der Ausschluss war damals beantragt worden, weil wir evangelische Studenten als Gastmitglieder aufgenommen hatten. Die Rücknahme des Antrags beruhte auf der Mitteilung, dass sich in der Aktivitas kein nicht-katholisches Mitglied mehr befindet - das letzte war kurz zuvor ausgetreten6. Die Verbindung bittet ihre Bbr.², Vorschläge für eine Fuxenstrophe zuzusenden. Mit Bbr. Hans-Jörg Scheel stellt die Bodensee ein Mitglied im Großen Senat der Universität.

1987: Die KDStV Bodensee präsidiert mit dem Senior Ernst Knobelspieß den 101. Aulendorfer Dreikönigskommers. Zum Stiftungsfest sind erstmals Couleurkrüge der Bodensee erhältlich. Der Nikolaus überreicht der Fuxia die Fuxenstrophe der KDStV Bodensee7. Mit äußerst erfolgreichen Podiumsdiskussionen von im Beruf stehenden Bundesbrüdern, Universitätsprofessoren und Politikern behandelt die Bodensee an der Universität verstärkt in den Jahren 1987 und 1990 Fragen zur persönlichen Gestaltung des Studiums.

1988: Am 14. Stiftungsfest wird das „bene merenti-Band“ an die AH² Henning und Dr. Trott verliehen.

1989: „Autonome Basisgruppen“ gehen gewaltsam gegen den Infostand der Bodensee in der Universität vor - eine Vollversammlung der Studenten verurteilt dies in einer Resolution8. Die KDStV Bodensee erreicht in einem Wettbewerb der CV-Akademie für den Inhalt und die Gestaltung ihres Sommersemesterprogramms den zweiten Platz und erhält 200 DM . Das 15. Stiftungsfest am 30. April wird in Teilen vom Seefunk-Radio übertragen. Die Bundesbrüder AH Müller und Bernhard Kleß geben aus diesem Anlass diesem Sender ein Interview.

1991: Differenzen über den weiteren Weg der Verbindung, die auch Persönlich werden, bestimmen die Convente, die in der Regel bis in die frühen Morgenstunden gehen. Es bilden sich zwei Fraktionen, die sich lange Zeit unvereinbar gegenüberstehen, und es kommt fast zur Spaltung. In den Grundsätzen geht es um die Frage, ob die KDStV Bodensee sich als traditionelle studentische Korporation versteht, oder ob auf Traditionen und Formen verzichtet werden und ein eher vereinsmäßiger Charakter angestrebt werden soll. Die Differenzen erreichen den Höhepunkt in zwei Burschungsanträgen, die nicht die erforderlichen Mehrheiten finden. Zur Abschlusskneipe des Sommersemesters kommt es aufgrund dieser Vorgänge zur Bandniederlegung („Ruhenlassen der Mitgliedschaft“) mehrerer Bundesbrüder. Als während der Semesterferien den Bundesbrüdern, die ihr Band niedergelegt haben, die Herausgabe der Wix mit der Begründung verwehrt wird, sie könnten ohne Band nicht chargieren und so bei einer Hochzeit nur mit Pekesche und Schärpe repräsentiert werden konnte, wurde ein Verbindungsgericht eingesetzt, welches diese Vorgänge klären sollte. Der „Untersuchungsausschuss“, wie sich das Verbindungsgericht selber nennt, nimmt zum Wintersemester seine Arbeit auf. Die Fraktion der „Bandniederleger“ spielt mit dem Gedanken aus der Bodensee auszutreten und eine neue Verbindung zu gründen. Es kommt zu einem großen Engagement der Alten Herren, die sich wieder vermehrt aktiv in das Convents- und Verbindungsgeschehen einbringen. Erst durch einen Kompromiss – einer von euch, einer von uns – kann die Spaltung verhindert werden.

1991: Das Haus Berggasse 2 wird vom Heimverein angemietet. Auf Grund der vorgegebenen Räumlichkeiten kann es nur als Wohnhaus für 7 Bundesbrüder dienen. Dennoch entwickelt „ die Gasse“ sich für einige Zeit zum Zentrum des Verbindungslebens. Nach den vorhergegangenen spannungsgeladenen Semestern wirkt es als wichtiger integrativer Faktor für die Verbindung. Der niedrige und feuchte Keller dient bald als inzwischen legendärer Partyraum. Nachdem die Mietpreise in Konstanz erheblich sinken und als Bewohner an Stelle der Bundesbrüder verstärkt nicht-keilfähige Gäste einziehen, nimmt die Bedeutung rapide ab. Konsequenzen aus der hohen Miete und der geringen Nützlichkeit für die Verbindung ziehend, wird das Haus zum Ende des Sommersemesters 1996 gekündigt.

1993: Die KDStV Bodensee kauft ein Klavier, das von nun an auf Kneipen als Bierorgel dient. Die erste „Unterkunft“ ist deshalb das Restaurant Hohenegg, wo bis 1996 die Kneipen gefeiert werden. Die Aktivitas beteiligt sich an der Finanzierung durch die symbolische Versteigerung der Tasten.

1993: Der Fuxmajor Johannes Roßrucker fasst die bisher losen Blätter zu einer Fuxenfibel zusammen, die auch um Kopien aus dem CV-Handbuch u.ä. erweitert wird.

1994: Die Bodensee feiert ihr 20. Stiftungsfest unter reger Beteiligung des Cartells im Konzil. Jubelsenior Jan Peter Karst schlug den Kommers, zu dem über 20 Verbindungen chargierten. Neben den AH2 Walter Ullrich und Bernhard Hertrich bekommt der zur Zeit der Bodenseegründung amtierende CV-Ratsvorsitzende Hans Stercken, MdB, das Bodenseeband verliehen. Alexander Fecker wird Ehrenmitglied. Der Europaabgeordnete Otto von Habsburg hält für die Verbindung einen Vortrag an der Universität.

1995: Bbr. Peter Sack vertritt den CV in der Talkshow „Hera Lind“ zum Thema „Männerbünde“. Zum zweiten Mal schlägt mit Bbr. Michael König ein Bodenseer den Aulendorfer Dreikönigskommers.

1996: Nach langem Suchen und vergeblichen Versuchen kann die Bodensee Ende Dezember endlich ein Haus erwerben. Dank der großen finanziellen Unterstützung von AH Prof. Dr. Bernhard Burger (Wld, Bs) kann das Haus im Sonnentauweg 1 erworben, im Sinne der Verbindung umgebaut werden und den Versammlungsraum im Taborweg 32 nach über 20 Jahren ablösen. Die Einrichtung des Hauses erfolgte zum Teil unter Mithilfe der Bundesbrüder, die Bar im Keller konnte durch eine Spende des Ortszirkels Konstanz eingerichtet werden. Durch Vorträge von Christian Ladwig (Gauck-Behörde) und Professoren der Universität (Hailbronner, Pette, Geis, Knippers, Heinz, Schuller) in den Jahren 1996 bis 1998 kann die Bodensee ihren Bekanntheitsgrad an der Universität erheblich steigern und ihren positiven Ruf festigen.

1997: AH Prof. Dr. Bernhard Burger erhält zum 23. Stiftungsfest das fünfte Ehrenband „bene merenti“ für seine Verdienste beim Erwerb des Hauses im Sonnentauweg. Am Stiftungsfestsamstag wird das Haus von AH Schäffauer und AH Brandt feierlich geweiht. Die Altherrenschaft der Bodensee erwirbt für die Aktivitas eine neue Chargierfahne. Der – mit Unterbrechung – seit 1974 amtierende Gründungsphilistersenior Bbr. AH Winfrid Müller tritt zur Nikolauskneipe zurück. Er wird vom AHC und vom CC zum Ehrenphilistersenior der Bodensee ernannt und verwaltet bis zur Wahl des neuen Philisterseniors Bbr. AH Werner Lübke am CC des 24. Stiftungsfestes das Amt kommissarisch.

1998: Mit Beginn des Sommersemesters ist die KDStV Bodensee im Internet mit einer eigenen von Jochen Boruschek gestalteten „Homepage“ vertreten. Die Bbr.² Haager und Wolsky erstellen die 2. Auflage Bs-Fuxenfibel. Der AHC wählt am 05.12.1998 Bbr. Werner Lübke zum Philistersenior.

1999: Beim 25. Stiftungsfestkommers am 11.05.1999 erhalten die AH² Tiggemann und Baiker das Ehrenband 5 und 6.

2000: Unter Senior Christoph Keckeisen wird in Heidelberg die Idee des Heidelberger Kreises geboren: Im Wechsel soll jedes Jahr eine der teilnehmenden Verbindungen (KDStV Ferdinandea Prag zu Heidelberg, AV Cheruscia Münster, KDStV Arminia Freiburg, Tuiskonia München und die KDStV Bodensee) eine Ringkneipe ausrichten. Der Ball zum 27. Stiftungsfest ist dermaßen schlecht besucht, dass man beschließt, fortan keinen Ball mehr auszurichten.

2001: Zum dritten Mal schlägt mit dem Senior Bbr. Fabian Derix ein Bodenseer den Dreikönigskommers, es ist mittlerweile der 115. in Aulendorf. Im SS 2001 richtet die Bodensee unter Senior Daniel Evers die Ringkneipe des „Heidelberger Kreises“ aus. Der CC beschließt die Wiedereinführung eines Balles zum nächsten Stiftungsfest und verfügt, dass das Stiftungsfest zukünftig immer am Pfingsttermin stattfinden soll. Im WS 01/02 findet erstmals ein Exerzitienwochenende im Kloster Einsiedeln statt.

2002: Im Rahmen des Stiftungsfestkommerses zum 28. Stiftungsfest verleiht Senior Dietrich Kirschner Bbr. Norbert Schäffauer, Altdekan von Konstanz und Ehrendomherr, das „bene merenti“-Band für seine Verdienste um die Bodensee. Es findet auch wieder ein Ball statt: Im Restaurant Stromeyers am Seerhein. Das Verhältnis zur Kath. Hochschulgemeinde wird intensiver, da der neue Studentenseelsorger Dr. Damian Slaczka die Bodensee sehr schätzt und unterstützt. Die Bodensee erwirbt einen neuen Satz Wichsen. Im Rheinland gründet sich der Rheinlandzirkel von AH² der Bodensee, die Verbindung dediziert einen Stammtischwimpel.

2003: Bbr. Daniel Göller trägt als erster Senior das vom Convent neu eingeführte Senioratsband der Bodensee. Im Rahmen des 29. Stiftungsfestkommers nimmt er Bischof Dr. Emil Stehle und den ehemaligen Rektor der Universität Konstanz, Prof. Dr. Bernd Rüthers, als Ehrenmitglieder auf. Das hochschulpolitische Engagement im RCDS von Bbr.² führt dazu, dass in den vergangenen Semestern die Bbr.² Andrä, Steinmetz und Denk dem offiziellen ASTA der Uni angehören.

2004: Bbr. Oliver Ißl steht als Jubelsenior den Feierlichkeiten des 30. Stiftungsfestes vor. Der Kommers findet am Pfingstsamstag, 29. Mai 2004, im oberen Konzilssaal statt, ein Ball am Pfingstsonntag im Saal des Steigenberger Inselhotels und die Stiftungsfestmesse am Pfingstmontag in St. Suso, zelebriert von Bbr. Schäffauer, runden die Feierlichkeiten ab. Im Rahmen der Stiftungsfestfeierlichkeiten konnte durch eine Spendenaktion die Rheinbrücke mit unseren Fahnen beflaggt werden, außerdem konnte noch ein Chargen-PC angeschafft werden. Die Bbr.² Göller, Andrä und Steinmetz erstellen die 3. Auflage der Fuxenfibel.

2005: Mit Bbr. Ißl gehört wieder ein Bodenseer offiziell dem ASTA der der Universität an.

2007: Generationswechsel im Philisterchargenkabinett: Philistersenior Werner Lübke und seine Conchargen legen nach vielen schönen Jahren ihre Ämter zugunsten eines neuen Kabinetts nieder. AH Werner Lübke erhält das Ehrenband der Verbindung. Das neue Chargenkabinett bilden Bbr. Uwe Ortjohann (Philistersenior), Bbr. Michael Bähler (Philisterconsenior), Bbr. August Sandmaier (Philister-Scriptor), Bbr. Bernd Wolsky (Philister-Scriptor) und Bbr. Elmar Trott (AH-Kassier)

2008: Bbr. David Born präsidiert den Dreikönigskommers in Aulendorf. Am 11.April verstirbt völlig unerwartet unser Ehrenphilistersenior Bbr. Winfired Müller, zur Trauerkneipe, die der Senior Philipp Heinzelmann in der Unterkirche St. Suso schlägt, versammeln sich zahlreiche Bundesbrüder am Vorabendder Beerdigung. Dieser Verlust ist nicht zu kompensieren und wird wohl erst in einigen Semestern wirklich realisiert werden. Nur langsam findet die KDStV Bodensee wieder in den Alltag zurück.

2009: Nach einigen Semestern Flaute freuen sich die Fuchsmajores von Winter- und Sommersemester, Philipp Heinzelmann und Peter Wagener über einen prallgefüllten Fuchsenstall mit 11 Füchsen. Die Bbr. Wagener, Püttbach und Böhler erstellen die 4. Auflage der Fuchsenfibel.

2010: Bbr. AHDr. Armin Bauer wird im feierlichen Rahmen der Nikolauskneipe das „bene merenti“-Band für sein großes Engagement innerhalb der Bodensee verliehen.

2011: Am 23.09.2011 verstirbt Ehrenmitglied Pfr. Norbert Schäffauer. Senior Markus Walther schlägt die Trauerkneipe auf unserem Dr.-Bernhard-Burger Haus.

2012: Die KDStV Bodensee freut sich über einen vollen Fuchsenstall mit 10 Füxen und der Senior Marcel Demel erstellt die 5. Auflage der Fuxenfibel.